Das Ende der American Star: Am 15. Januar 1994 geriet der Flottenverband vor den Kanarischen Inseln in einen Sturm der Windstärke 11 bis 12. Die Schlepptrossen, die den Liner zogen, hielten diesen Naturgewalten nicht stand und rissen ab. Der Versuch, die Schleppseile wieder festzumachen, scheiterte und so trieb die American Star manövrierunfähig auf die Küste Fuerteventuras zu, wo sie zwei Tage nach dem Unglück auf dem abgelegenen Strand Playa de Gracey zwischen La Pared und Ajuy strandete. Kurz zuvor wurden die vier Crew-Mitglieder, die sich auf dem Schiff befanden, mit einem Helikopter gerettet. Das Wrack brach innerhalb der ersten 48 Stunden aufgrund der starken Brandung mit bis zu 10 Meter hohen Wellen an seiner schwächsten Stelle im Bereich der Aufzüge und des Treppenhauses hinter dem Schornstein in zwei Teile. Der vordere Teil ist bis heute erhalten geblieben, das Heck kippte jedoch innerhalb weniger Monate nach dem Unfall zur Backbordseite und wurde größtenteils durch Umwelteinflüsse zerstört. Teile davon sind noch im Sand zu erkennen, wenn sie nicht durch die zahlreichen Besucher, die das Wrack hat, entwendet wurden. Auf Satellitenaufnahmen kann man noch sehr gut die Umrisse des Hecks im Sand erkennen. Am 6. Juli 1994 wurde das Schiff als Totalverlust erklärt und der Natur überlassen. Die Versicherungssumme wurde an die Chaophraya Developement Transport Company ausbezahlt. Es gibt Gerüchte, dass es sich bei dem ganzen um einen Versicherungsbetrug handelt, jedoch gibt es dafür keine Beweise. Bereits wenige Tage nach der Strandung machten sich Einheimische und angeblich auch das spanische Militär auf, alles, was auf dem Schiff noch einen Wert hatte, mit Booten zu plündern. Bei den zahlreichen Versuchen, das Schiff zu erklimmen, haben aufgrund der Gefahren, die das Wrack birgt, und auch wegen gefährlichen Strömungen, etliche Personen ihr Leben verloren. Das Militär hatte angeblich zwischen 2003 und 2004 Sprengungen am Rumpf vorgenommen, um den Wasserwiderstand zu verringern. Außerdem sind Stützpfeiler in den Sand gerammt worden, um das Wrack zu stabilisieren und somit ihre Lebensdauer zumindest ein wenig zu verlängern und so die Touristenattraktion nicht zu verlieren.
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